Strohauser Plate: die Strecke

Streckenverlauf
Die Plate 2020 fällt wegen des Corona-Virus' aus (siehe hier)

Streckenbeschreibung

Für die Regatta um die Strohauser Plate haben wir einen neuen Plan gezeichnet. Und nachdem sich nun auch der Nordenhamer Ruderclub langsam im 21. Jahrhundert wohlfühlt ist es eine interaktive Karte geworden - eigebettet in Googel-Maps. Leider ist es für den Webwart gar nicht so einfach, die interakrive Karte in die NRC-Website einzubinden - deshalb verlinken wir sie einstweilen mal hart:

Hier geht es zur Google-Maps-Ansicht.

Die Fahrt um die Strohauser Plate ist  - wer hätte das gedacht? - ein Rundkurs; er wird gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Start ist auf Höhe unseres Booshauses, das im Schatten des Oberfeuers direkt am Übergang der Nordenhamer Industrie-Skyline zum Weserstrand liegt.

Wer sich hier weit genug auf die Weser hinaus traut (Bitte nicht ins Haupt­fahrwasser fahren, also nur bis zur grünen Tonne!) kann bereits die ganz großen Seeschiffe sehen, die in unmittelbarer Nähe an der Kaje der RHENUS MIDGARD liegen – wenn welche da sind (→HafenmeldungenHafenkarte).

Stromaufwärts geht es entlang der Nordenhamer Strandpromenade, vorbei am Unterfeuer und der Einfahrt zum Sportboothafen bis zum Naturschutzgebiet und dem Badestrand von Kleinensiel. Hier liegt der Anleger der ehemaligen Weserfähre Kleinensiel-Dedesdorf, die 2004 still gelegt wurde, als etwa 30 Meter darunter der Wesertunnel in Betrieb ging. Wer weiß, worauf er achten muss, kann auf den Landseiten der Deiche die Markierungen der Tunnel-Einfahrten erkennen.

Weiter stromaufwärts ist das Ufer mit Schilf bestanden – nur der Kühlwasser-Einlauf des Atomkraftwerkes Unterweser und die Einfahrt in den Sielhafen von Kleinensiel unterbrechen die Linie. Nach der japanischen Tsunami-Katastrophe vom Frühjahr 2011 wurde das Kraftwerk vom Netz genommen und nach der folgenden „Energiewende“ wird es voraussichtlich niemals wieder angefahren. Kühlwasser verwendet es dennoch; insofern hat sich für uns Ruderer nicht viel geändert. Bitte Abstand halten!

Stromaufwärts des Atomkraftwerkes beginnt die Schweiburg, der Seitenarm der Weser, der die Insel bei hohem Wasserstand von der Wesermarsch trennt. Ein paar Stunden vor und nach Niedrigwasser ist die Schweiburg „trocken“ das heißt, es ist kein Wasser da. Dafür ist die sie aber so schlickig, dass man als Fußgänger bis zum Bauch und weiter einsinkt (Bitte nicht ausprobieren!). An Steuerbord und Backbord begleitet den Ruderer ein dichtes Schilf; an Steuerbord wird es durchbrochen von den Zufahrten zu den Sielen Rodenkirchen und Absen. Das Schilf tritt näher zusammen bis es sich ganz plötzlich öffnet und das Boot in den Hauptstrom der Weser hinaus entlässt.

Hier ist die Weser wieder einen ganzen Kilometer breit, und die Steuerleute können die Hafenkräne von Nordenham und das Richtfeuer wieder sehen. Die sind das Ziel! Die Ruderer sehen jetzt die Fähr-Anleger der Fähre Brake - Sandstedt, ein paar Hafenanlagen von Brake und auf der anderen Weserseite die hohen Pappeln, die bereits auf dem Harriersand liegen, as ist Deutschlands größte Flussinsel.

Nun geht es flussab! Wer die Strömung der Weser nutzen will, fährt bis zur Tonnenreihe der grünen Tonnen hinaus und lässt sich von der Weser ziehen.

Sicherheitshinweise für die Weser

Vorsicht! Je weiter man in Richtung Fahrwasser kommt, desto größer wird die Gefahr hoher Wellen. Weniger Wellen - aber auch weniger Strömung - gibt es normalerweise unter Land. Dazwischen liegt - wie so oft - die Wahrheit.

Vorsicht ist jetzt auch an den Tonnen geboten, denn mit zunehmenderm Ebbstrom werden sie als stehende Hindernisse gefährlicher. Die Mannschaften der langsameren Boote der Rundfahrt werden mit fortschreitender Ebbe erleben, dass die Tonnen ernsthafte Bugwellen entwickeln und ein 50 Meter langes Kielwasser hinter sich her ziehen ... Also bitte viiel Abstand halten!

Auf der Backbordseite zieht sich nun der lange Sandstrand der Strohauser Plate hin. Die Plate ist im Großen und Ganzen ein Naturschutzgebiet und wird nur von wenigen Menschen bewohnt. Das Betreten der Insel ist daher für Fremde grundsätzlich verboten. Aber gucken darf man. Und sich freuen :-) .

Am nördlichen Ende der Plate liegt dann backbords wieder das Atomkraftwerk und das bereits gesehene Ufer. Hui, wenn diese Kontraste zwischen Natur und Industrie nicht beeindruckend sind, dann ist nichts beeindruckend!